Museum Maxhütte Bergen
Museum
Maxhütte

Bergen

Maxhüttenstraße 10
83346 Bergen

Tel.: (08662) 8321
Fax: (08662) 5855

Maxhütte Bergen

Eisenzeit

Als Menschen lernten, Eisen zu gewinnen, begann eine neue Epoche: die Eisenzeit. Eisen ist ein Material, ohne das unsere Zivilisation nicht bestehen könnte.

Werkzeuge, Maschinen und viele Gegenstände des alltäglichen Lebens werden aus Eisen hergestellt.

Das Museum Maxhütte Bergen stellt diesen ganz besonderen Stoff Eisen vor und vermittelt seine Bedeutung in Geschichte und Gegenwart.

Bild rechts: Im Ofen wird mit Holzkohle das Erz geschmolzen und daraus Roheisen gewonnen.

Bild unten: Schmiede formen eine Vielzahl von Geräten aus Eisen

Im Ofen wird mit Holzkohle das Erz geschmolzen und daraus Roheisen gewonnen.

Schmiede formen eine Vielzahl von Geräten aus Eisen

Industriegeschichte

Der Chiemgau gehört zu den ältesten Industriegebieten Europas.

Das Museum Maxhütte Bergen erinnert an das 1562 gegründete Eisenhüttenwerk Bergen, das seit 1824 “Maxhütte” hieß. Es zählte zu den größten Hüttenwerken Süddeutschlands und bildete bis zu seiner Schließung 1932 einen Mittelpunkt der Industriegeschichte des Chiemgaus.

Wie man Eisen “macht”

Anschaulich erklärt das Museum anhand von Modellen, wie in Hochöfen älterer Zeit aus Erz und Holzkohle Roheisen gewonnen wurde. Das Flüssige Eisen aus dem Hochofen ließ sich in Formen gießen. Die Eisenwerker “frischten” das Roheisen zu Schmiedeeisen, aus dem Schmiede dann vielfältige Gebrauchsgegenstände formen konnten.

Die Maximilianshütte um die Mitte des 19. Jahrhunderts

<< Die Maximilianshütte um die Mitte des 19. Jahrhunderts

 Neue Verhältnisse

Eine Neuerung in der Eisengewinnung veränderte die Welt: Seit dem 18. Jahrhundert wurde in den Hochöfen mehr und mehr Koks an Stelle von Holzkohle verwandt. Dadurch konnte die Erzeugung von Eisen enorm gesteigert werden.

Solange Eisen mit Holzkohle erschmolzen wurde, war Bergen ein optimaler Standort für ein Hüttenwerk. Nun aber musste sich die Maxhütte neu orientieren. Sie überlebte, weil sie neue Möglichkeiten und neue Märkte nutzte.

Bild rechts: Ein Hammerschmiede mit einem Stabeisen, wie es die Maxhütte herstellte.

Ein Hammerschmied

Ein altes Werk in neuen Zeiten

Als sich die Herstellung von Roheisen nicht mehr lohnte, wurde das Werk zur Gusswarenfabrik. Es stellte eine große Palette an Gusswaren her: Balkongeländer, Zahnräder, Heiligenfiguren, Grabkreuze, Granaten und vieles mehr.

Zuletzt war die Maxhütte eine Maschinenbaufabrik. Zu den wichtigsten Produkten gehörten Holzbearbeitungsmaschinen wie die beiden großen Sägegatter, die im Museum aufgebaut sind.

Das Museum zeigt vielfältige Produkte der Maxhütte. Es erläutert, wie Eisen in Formen gegossen wird und beschreibt die Arbeit der Former, Gießer und Maschinenbauer.

Bild rechts: Ein Köhler bei der Arbeit

Köhler

Die Weißache versorgte das Werk mit Wasserkraft.

<< Die Weißache versorgte das Werk mit Wasserkraft.

Baudenkmäler, Filme, Geschichten

Im Tal der Weißache stehen heute noch als imposante Baudenkmäler alte Werksgebäude und Arbeiterwohnhäuser.

Im Museum bieten Filme und Geschichten von Menschen, die hier gelebt und gearbeitet haben, ein farbiges Bild vergangener Zeiten.

Hüttenschänke

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Arbeiter in der Maxhütte >>

Arbeiter in der Maxhütte

Arbeiter in der Maxhütte

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